Es heult ueber Wien, Sirenenalarm, und es ist sicher nicht der neuste polyphone Klingelton eines Nachbarn. Waeren der Katastrophenschutz und ich doch frueher Freunde auf Twitter geworden. Im Krieg benutzte man diese Anlagen bei Fliegeralarm, um die Leute in die Schutzbunker zu beordern. Wo aber ist der naechste Schutzbunker? Sind sie da, die Engel des Kardinals Schoenborn, oder die Ausserirdischen, deren Existenz Prof. Zeilinger vemutet? Und wenn ja, warum ist die Luftabwehr einem Haus mit Meeresbewohnern gewichen? Fenster und Tueren, die konnte ich schliessen, aber muss ich? Dank Schallschutzfenstern hoere ich die Sirene danach fast nicht mehr. Ist das gut oder schlecht? In der Provinz, in der ich aufwuchs, waren Sirenen immer das sichere Zeichen fuer Feuerwehraction und fuer mich, das Fahrrad zu chartern um brennende Haeuser zu sehen. Nach wenigen Minuten stosse ich ueber Google News auf die Ankuendigung, dass die Sirenen heute getestet werden. Entwarnung! Aber was sollte mir das Signal im Ernstfall sagen? Wie man beim ORF nachlesen kann, gibt es drei Signale: Warnung, Alarm und Entwarnung. Bei ersterem empfiehlt der ORF ebenso das Rundfunkgeraet einzuschalten, mit dem Hinweis “(ORF)”. In meinem Fall ertoent der ORF-Sender FM4 und es laeuft Reality Check mit Steve Crilley, das Thema ist “What made me an addict”. Ja, addict, nicht target. Und die Frage der optimalen Reaktion bleibt ungewiss.