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Windows XP bilingual is -für mich- nich

Meiner Mutter ein Notebook gekauft, wegen komischer Software kein MacBook sondern ein gebrauchtes IBM Thinkpad mit Windows XP Pro Lizenz. Englisches Installationsmedium, englisch installiert, versucht Windows Deutsch beizubringen. Nicht möglich - unfassbar! Versucht ein “Multilanguage Pack” zu bekommen. Für meine Lizenz nicht möglich - unfassbar! Noch nicht versucht, meiner Mutter englisch beizubringen. Ubuntu CD gezückt und dann doch an komische Software erinnert. Temporär verzweifelt. Überlegt, ob “temporär” hier der richtige Ausdruck ist und mich für die Hoffnung entschieden. Entschieden, fett “WINDOWS XP PROFESIONELL IBM OEM DEUTSCH INSTALLATIONSMEDIUM” hier reinzuschreiben. Pro Hoffnung!

Wizards of OS 4 häppchenweise

Wizards of OS 4, eine Konferenz über freie Software und freies Wissen, ist kaum zuende und schon sind die Panels als Video- und Audiokonserven in der Dogmaversion abrufbar, überarbeitete Fassungen folgen. Ob die Konserven des Anfang Mai stattgefundenen Linuxtages 2006 wohl auch bald online sind? Bei den von mir live konsumierten Wiener Linuxwochen hat es ja auch geklappt.

Flash Player 9 für Linux - Public Demo @ Flashforward2006

Auf der Flashforward2006 gab es eine öffentliche Demonstration eines Webseitenaufrufs der Nike-Air-Seite. Doch das prinzipiell recht unspektakuläre Prozedere (Browser auf, URL rein, Enter) wird dann zum Event, wenn das Wirtsystem ein Linuxdesktop (Ubuntu) und der Content Flash8-Bytecode ist.
Vielleicht wird es ja doch noch was mit einem aktuellen Flash und Linux, damit ich wieder Nike-Air-Schuhe kaufen kann und nicht “Flash Player 8 Detection” die Seite ziert. Oder ich mich ernsthaft mit dem Einsatz des On2 VP6-Videocodecs beschäftige. Videoausgabe wird also spannend, mit der Entscheidung für das gerade auslaufende video4linux(1) wird es um die Videoeingabe per Webcam wohl eher düster aussehen.
Linuxdesktops gibt es zwar weiterhin vergleichsweise wenige, dass deren Nutzer aber häufig bei technischen Entscheidungen die Fäden spinnen, hat wohl auch Adobe eingesehen. Mit Ajax im Nacken.

Scalable Vector Graphics (SVG) rastern

Es gibt eine Menge freie IconSets um beispielsweise eigene Applikation grafisch aufzupeppen. SVG ist ein XML-Standard für skalierbare Vektorgrafiken, der aber leider nicht von allen Bildbetrachtern gelesen werden kann. Um sich dennoch schnell außerhalb der Vorschaufenster von Gimp und Inkscape einen Überblick zu verschaffen, kann man Inkscape per Konsole aufrufen und eine SVG-Datei in eine PNG-Grafik rastern:

inkscape -f [inputfile] -e [outputfile]

Oder eben gleich alle eines Verzeichnisses in der bash:

find [Verzeichnis] -type f -name *.svg* -exec inkscape -f {} -e {}.png \;

Should I stay or should I go?



Ungeliebte Gedeckkosten

Unweit unserer neuen Wohnung im fünften Bezirk Wiens haben wir vor kurzem den bisher schönsten Gastgarten Wiens entdeckt. Ein nettes Restaurant mit gemütlicher Atmosphäre und gutem (Bio-)Essen. Kurzum: Relaxed. Doch eine Sache stört. Wenn ich einen Salat bestelle und das beiliegende Brötchen esse, möchte ich bitte auf dessen Kosten hingewiesen werden. Wahrscheinlich hätte es mich nicht vom Essen abgehalten, und ruiniert hat es mich auch nicht. Aber ich komme mir verarscht vor, weil es (im Gegensatz zu Italien) einfach absolut unüblich ist. Ein guter Verkäufer lobt die Kaufentscheidung des Kunden nach Geschäftsabschluß. Das gibt ein gutes Gefühl. Ein Gastwirt, der unerwartete Rechnungsposten präsentiert, erreicht exakt das Gegenteil. Zum Beispiel schreiben die bloggenden Kunden nicht, wie der schönste Gastgarten Wiens eigentlich heißt. Und das, für drei Euro abzüglich ein bischen Wasser und ein bischen Mehl. Cheers.

Backupautomatisierung mit cadaver

Schon lange besitze ich eine kostenlose E-Mailadresse bei gmx.net und gleichzeitig 1GB WebDAV-Speicherplatz, bei GMX “MediaCenter” genannt. Ausreichend Platz für Backups der wichtigsten Daten auf einem Server mit hervorragender Bandbreite dachte ich bereits 2004 und experimentierte mit dem Kommandozeilen-basierten WebDAV-Client cadaver. Nach etlichen fehlgeschlagenen Versuchen, den auf Interaktivität mit dem Nutzer ausgelegten Client zu automatisieren, gab ich auf.

Nach über zwei Jahren habe ich es heute mit Hilfe Don Libes expect doch geschafft: Ein Script auf meinem Server packt regelmäßig alle zwischenzeitlich veränderten Daten meiner Diplomarbeit in eine Archivdatei, nennen wir sie archiv.tgz. Brennt mein Server ab, wäre es nett, eine Kopie dieser Archivdatei im Verzeichnis diplom des GMX MediaCenters vorzufinden.

Nachdem ich einmal die Prozedur händisch vollzogen und alle Ein- und Ausgaben notiert hatte, schrieb ich die ausführbare Datei gmxSchuetzeMich.sh mit folgendem Inhalt:

#!/usr/bin/expect
set username [lindex $argv 0]
set password [lindex $argv 1]
set filename [lindex $argv 2]
spawn cadaver mediacenter.gmx.net
set timeout 240
expect “Username:” {send “$username\r”}
expect “Password:” {send “$password\r”}
expect “dav:/>” {send “cd diplom\r”}
expect “dav:/diplom/>” {send “put $filename\r”}
expect “dav:/diplom/>” {send “quit\r”}

Um die Datei archiv.tgz auf den Server zu laden, reicht von nun an folgende Zeile:

./gmxSchuetzeMich.sh fabian p455w0rt archiv.tgz

Die Ausgabe sieht so aus:

Authentication required for GMX MediaCenter on server `mediacenter.gmx.net':
Username: fabian
Password:
dav:/> cd diplom
dav:/diplom/> put archiv.tgz
Uploading archiv.tgz to `/diplom/archiv.tgz':
Progress: [=============================>] 100.0% of 1234567890 bytes succeeded.
dav:/diplom/>

Mal sehen, ob ich heute besser schlafe.

Nachtrag 15.10.2006: GMX hat ein Trafficlimit von 2GB und ich habe es erreicht. Das liegt weniger an meinem Fleiß bei der Diplomarbeitsproduktion als am tar-Parameter -h,
der brav meine symbolischen Links auf Ordner voll Mediendateien auflöst und mit ins Archiv packt. Ups und sorry.

Manchmal kommt es anders, und vor allem, als man denkt

Ist es nicht wundervoll, während dem Chaos Communication Congress 2006 in Berlin am 28. Dezember im Bezirksgericht Innere Stadt Wien zu einer Zeugenaussage geladen zu sein um schemenhaften Erinnerungen des Zusammenrammelns zweier Autos zum Besten zu geben? “ACHTUNG: Grundsätzlich werden Reisekosten nur für die Anreise von dem Ort ersetzt, der in Ihrer Ladung als Ihre Anschrift geführt wird. Mehrkosten [...] können nur ersetzt werden, wenn Sie vorher das Einverständnis des Gerichts einholen”. Massenverkehrsmittel zweite Klasse von Wien nach Wien macht 1,50 Euro pro Richtung. Aber ich bin nicht in Wien. Weder davor, noch danach. Nie, nie wieder werde ich behaupten, dass Beamte nur schlafen. Soviel Motivation zwischen den Jahren lässt an ihrem bis zur Erschöpfung dienenden Gemüt keinen Zweifel. So, muss mal eben zum Briefkasten… mit iPod und von der Straße abgewandtem Kopf.



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