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Nautilusprobleme

Seit zwei Wochen schreit mich mein Kernel nach jedem Start mit einer kryptischen Fehlermeldung an, weil es ihm schlecht geht und ich mich besser um ihn kümmern soll. Nautilus, Dateiexplorer und virtuelle Schreibtischplatte für Gnome, stürzt beim Versuch Dateien zu löschen komplett weg. Nun, wirklich genervt davon, schreie ich mit shutdown -F -r now (starte _jetzt_ neu und hilf deinem Dateisystem halt selbst auf die Sprünge) zurück und siehe da - es klappt. Seit geschlagenen fünf Minuten lege ich nun schon neue Ordner an und werfe sie anschließend in den Papierkorb - was nicht annähernd soviel Spaß mach wie auf einem Mac, wo das Geräusch (das Zerknäulen von Papier) einfach Musik in meinen Ohren ist.

Wien für Piefkes

Vom dritten Wienbesuch zurück eröffne ich die Kategorie “Wien für Piefkes” und fasse das wirklich Wissenswerte zusammen:

  • Der beste Kaffee der Welt wird im Mocca Club am Naschmarkt gebrüht. Und es gäbe auch keine bessere heiße Schokolade sagt Sille (ich durfte nur nippen, das bestätigt die These).
  • WLAN gibt es im Mocca Club, im Cafe Latte, im Museumsquartier (outdoor, bei -15¬∞C nicht empfehlenswert) und in vielen anderen Läden, die helge.at sehr schön listet.
  • Österreicher sichern ihre Funknetze besser als Deutsche, was möglicherweise mit dem nächsten Punkt zu tun haben könnte.
  • DSL-Flatrates gibt es keine, nur “Fairrates”. Über 20GB monatlich wird nicht gern gesehen (oder sehr teuer), und ich bin mit dem Schieben von DV-Videos sicherlich kein Fair-rater.
  • Kent Kebabs Vorspeisenplatte zusammen mit dem frischgebackenen türkischen Brot ist sehr sehr lecker und nicht teuer.
  • Das Personal bei Kent Kebab hat kein Bock und zeigt es auch. Eingeschenkt wird selbst, wer was und wieviel gegessen/getrunken hat muss sich der Kunde merken und das Rechnen klappt auch nicht sooo gut. Dafür ist das Essen super.
  • Ottakringer Bier ist ekelhaft nicht so lecker, kostet beim Wurststand trotzdem gerne mal 2,20 Euro.
  • Alternativbiere sind nicht so lecker ekelhaft, dafür schmeckt der grüne Veltliner (weiß wie Weißwein) ganz gut.
  • Wer einen auf Business macht hat ein Nokia 6310i und tritt in Gruppen auf.
  • Wem am Flughafen langweilig ist, dem empfehle ich den Bluetoothstaubsauger bloover und eine ebensolche Gruppe.
  • Es gibt mindestens zwei Firmwareversionen mit Änderungen im Bluetoothstack beim Nokia 6310i, bei einer darf der Flieger gerne Verspätung haben, bei der anderen nicht.
  • Im Flughafen Wien kommt man bis zum Gate ohne seinen Boardingpass, ohne einen Ausdruck und ohne seinen Personalausweis. Vermutlich noch weiter.
  • Wer sich am Gate entscheidet, doch noch einen Boardingpass an den Schaltern zu besorgen, muss den Sicherheitscheck in umgekehrter Richtung machen, was für mich schwieriger war (”Hey! Was machen Sie da? Sie dürfen das nicht!” [...] Piep. Piep. [...] “Was haben Sie vor?”)

Sommer vorm Balkon

Wer endlich wieder Cindy&Bert, Hoffmann&Hoffmann und Costa Cordalis in Gesellschaft hören möchte, sollte den Film Sommer vorm Balkon gucken und dennoch vom Kauf des Soundtracks absehen. Zwischen amüsant und traurig werden Geschichten und Schicksale zweier Frauen vieler Menschen im Prenzlauer Berg erzählt. Sehr gelungen und mein bisheriger Film des Jahres 2006. Sicherlich auch dann, wenn ich dieses Jahr öfter als gestern im Kino gewesen wäre. In der Kulturbrauerei, wo wir ihn gesehen haben, läuft er übrigens um 20:00, 20:30 und 20:45 Uhr, was kleine Rückschlüsse auf den Lokalpatriotismus der Prenzlberger zulässt.

P.S.: An der Kulturbrauereikasse ist die fast lane links wie überall, es wird aber keine Vierergruppierung erwartet. Reißverschluß-Verfahren könnt ihr vergessen und Karten für die zweite Reihe sind medium-gut.

Ohne Worte

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Synchronübersetzung bei Phoenix

Phoenix ist großartig - gerade findet der Antrittsbesuch der Bundeskanzlerin in Washington statt, den ich live verfolgen kann. Was ich aber vermisse ist die Nutzung einer zweiten Tonspur, damit ich dem Mann mit den seltsamen Ansichten direkt zuhören kann - ohne den hochgepegelten Synchronübersetzer zu hören. Frau Merkel wird übrigens auch übersetzt, doppelt, sie selbst ist gar nicht mehr zu hören. Nur die englische Übersetzerin im Hintergrund und der Übersetzer der Übersetzerin. Letzteres finde ich eigentlich ganz angenehm. Sollte man bei Bundestagsdebatten mal ausprobieren, vielleicht sogar ganz ohne Ton, oder in verschiedenen Dialekten (wie bei Asterix-Comics).

Apples MacBook Pro

Apple hat das MacBook Pro auf den Markt geworfen, den ersten Mac basierend auf der Intel-Architektur. Beim Surfen lief mir die Sabber bis zum Kinn, und dann das: Die native Auflösung des Widescreen-TFTs liegt bei 1440×900 Pixeln. Wer kauft denn sowas - für den Preis? Bereits im November 2003 entschied ich mich gegen ein G4-Powerbook, weil Dell einfach wesentlich hochauflösendere Displays anbot (1920×1200). Und mittlerweile gibt es echt hübsche PC-Notebooks, allen voran das Asus W1 Carbon und dem W2Vc (beide mit 1680×1050er Auflösung).

Kampf dem Hundekot

Friedrichshain bekämpft nun endlich großflächig die Zwangsbedüngung: Mit natürlichem Natodraht wird Pfiffi auch der letzte Baum verwehrt. Super!
Hundefeind

Linuxtreiber für bcm43xx-Chipsatz

Es gibt Hoffnung: Unter ftp://ftp.berlios.de/pub/bcm43xx/snapshots/ gibt es Linuxtreiber für Broadcom-Funkkarten der bcm43xx-Reihe wie der in meinem Notebook verbauten Dell Truemobile 1300 MiniPCI. Erforderlich sei die bisher nicht finale Kernelversion 2.6.15. Der von mir bisher eingesetzte ndiswrapper zum Einbinden der Windowstreiber unter Linux funktioniert zwar eigentlich sehr gut, weigert sich aber nach der Version 1.3RC1 konsequent mit dem IPSeq-verschlüsselten Funknetz meiner Hochschule zu kommunizieren. Die auffindbaren Quellen der 1.3RC1 lassen sich nicht kompilieren und ganz nach Murphy wird meine Karte wohl genau dann richtig unterstützt, wenn ich Schein-frei und nicht mehr an der Hochschule bin. Meine Betrübtheit darüber hält sich sehr in Grenzen.



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